Scheitert Sanders in den Vorwahlen, bleibt die Frage, wie dadurch das zweite Ziel seiner Wahlkampagne beeinträchtigt wird: eine Grassroot-Bewegung aufzubauen – als und für eine linkssozialdemokratische ›politische Revolution‹. Auch wenn er die Nominierung verliert, werde er »diese Revolution fortsetzen«, betonte er vielfach. Mitten im Kampf um die Nominierung darüber zu räsonieren, ob er Vizepräsident werden oder die demokratische Partei spalten wolle – also den Wahlprozess für die Bildung einer linken Formation inner- oder außerhalb der Demokratischen Partei nutze –, scheint nicht sonderlich vielversprechend. Welche nachhaltige Kraft eine linke Formierung durch den (Vor-)Wahlkampf bekommen könnte, ist offen – aber vieles spricht dafür, dass der Linksruck, für den die Sanders-Massenmobilisierung schon jetzt steht, sich verfestigen wird; egal in welcher politischen Form. Harold Meyerson, der 13 Jahre lang eine regelmäßige Kolumne in der Washington Post geschrieben hat und zum Jahresbeginn gefeuert wurde, ist dieser Frage im American Prospect nachgegangen. In Bernie’s Army. Where it came from; where it’s headed skizziert Meyerson die bisherigen Mobilisierungserfolge und arbeitet heraus, worin aktuell die Chancen einer solchen ›politischen Revolution‹ liegen.  Zentrale ist für ihn eine Frage, die er kurz zuvor im Guardian (29.2.2016) diskutiert hat: Why are there suddenly millions of socialist in America?. Die Option, die ihn interessiert, ist die Transformation der Demokratischen Partei – wahrlich keine neue und oder gar elektrisierende Idee. So what? Im Moment dominiert der Wahlprozess! Harald Meyerson: The long March of Bernie’s Army. Where it came from; where it’s headed Weiterlesen zum Thema in LuXemburg Online LuX-Spezial: Die USA vor der Wahl LUX & BEYOND heißt das neue Online-Format der LuXemburg. Hier verweisen wir auf aktuelle Beiträge (im Englischen) zu internationalen politischen Debatten. Demnächst an dieser Stelle: Die Türkei vor dem Putsch?