Es gibt die Millionen Menschen, die bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet werden, die krank werden aufgrund von Pestiziden in der Nahrung, von Chemikalien in der Kleidung, die frühzeitig sterben wegen Arbeits- oder Feinstaubbelastung. Wir denken auch an die vielen, die in Kriegen getötet, an all die, die Opfer von Völkermorden werden, oder an all die, die von Gangsterbanden, von staatlichen Polizeien oder Geheimdiensten drangsaliert, gefoltert, gefangen gehalten werden – auch im Namen einer besseren, gerechteren Welt, auch im Namen des Sozialismus. Der Abbau von Kohle, Gold oder seltenen Erden liefert Menschen und ganze Gesellschaften der Krankheit und dem Tod aus. Jeden Tag sterben Menschen, wenn sie migrieren oder flüchten, sie sind der Gewalt, der Sklaverei, der Zwangsarbeit ausgesetzt, sie verlieren Jahre ihres Lebens in Lagern oder Gefängnissen. Es sind verstörende Kontraste: hier die Partygänger*innen, dort die Obdachlosen, die auf der Straße neben uns liegen; hier die Kreuzfahrt- und Segelschiffe, dort die Flüchtlingsboote und Seenotrettungsinitiativen. Das Gefälle zwischen dem Reichtum, der Rechtssicherheit oder der Gesundheitsversorgung, den mit einer unüberschaubaren Vielzahl von Waren gefüllten Kaufhäusern, dem Wissen um jeden Thunfischschwarm oder jeden Quadratmeter Regenwald, der Normalität des täglichen Schulbesuchs einerseits und andererseits der Armut, der Nacktheit und Prekarität des Lebens, der Unfähigkeit, dem Wissen gemäß zu handeln und die Fehlentwicklungen zu beenden, ist grotesk.