Debatte
Regieren oder doch lieber opponieren? Immer wieder stellt sich diese Frage innerhalb der Linken. Jenseits des schlichten Ja/Nein-Dualismus − ganz allgemein lässt sie sich nicht beantworten. Denn es geht immer um die konkreten Kräfteverhältnisse. Die Debatte der vergangenen Jahren drehte sich meist um (Mindest-)Bedingungen und Wendepunkte eines rebellischen Regierens.

Mit den kommenden Wahlen in Berlin kann die Linke neue Bewegung in die Wohnungsfrage bringen. Vergesellschaftung könnte bei einem Wahlsieg nicht nur umgesetzt, sondern zum Präzedenzfall für eine Demokratisierung der Daseinsvorsorge werden. Dazu müssen Partei und Bewegungen an einem Strang ziehen.

Kalle Kunkel und Philipp Möller haben in dieser Zeitschrift eine wichtige Debatte eröffnet. Die Frage, die sich beide stellen, ist, wie man bei einer Regierungsbeteiligung Der Linken in Berlin sicherstellen kann, dass diese die Erwartungen an einen Politikwechsel nach links tatsächlich erfüllen kann.





Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen geben kaum Anlass zu Optimismus. Doch wachsen gegen die Faschisierung auch Widerstände, der Handlungsdruck erzwingt das Nachdenken über neue Allianzen, in der Praxis der Proteste entstehen neue Bündniskonstellationen.


Mit seinem bahnbrechenden Wahlkampf hat Zohran Mamdani im Rennen um das Bürgermeisteramt in New York City einen klaren Sieg errungen. Das – wie auch die Proteste gegen die Einsätze von ICE und National garde in den USA – zeigen, wie der Widerstand erfolgreich sein kann

Mitte der 1930er-Jahre schlossen sich in Frankreich Linke zu einer politischen Allianz gegen rechts zusammen und verfolgten als Volksfrontregierung Ansätze einer antifaschistischen Demokratie. Diese weiterzuentwickeln bleibt auch heute
eine zentrale Aufgabe der Linken

Den Kulturkampf queer-feministisch intersektional wenden
Die Politisierung von Wut scheint derzeit das Terrain der Rechten allein. Emotionalität und die Sorge umeinander sind aber wesentliche Elemente des politischen Handelns, insbesondere für queer-feministische Kämpfe gegen autoritäre Entwicklungen

Warum es einen intersektionalen Antifaschismus braucht
Angesichts der Bedrohungen von rechts braucht es einen eigenständigen feministisch-intersektionalen Kulturkampf. Antifaschistische Allianzen müssen darin Brücken bauen und polarisieren gleichzeitig. Nur so lässt sich Gegenmacht gegen die Kontinuitäten von Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung organisieren


China und der abgehängte Westen
In der EU ist der Green Deal gescheitert. In China investiert man dagegen weiter massiv in die ökologische Modernisierung. Wie das Land zum technologischen Vorreiter wurde und welche geopolitischen Spannungen sich daraus ergeben