Regieren oder doch lieber opponieren? Immer wieder stellt sich diese Frage innerhalb der Linken. Jenseits des schlichten Ja/Nein-Dualismus − ganz allgemein lässt sie sich nicht beantworten. Es geht immer um die konkreten Kräfteverhältnisse. Die Debatte der vergangenen Jahren drehte sich meist um (Mindest-)Bedingungen und Wendepunkte eines rebellischen Regierens. Nicht alles muss neu erfunden werden, das zeigen auch die Beiträge in unserer älteren Debattenreihe „Regieren? Und wenn ja, wie?. In Berlin schickt sich nun Die Linke an, stärkste Partei bei den kommenden Wahlen zu werden. Doch was lässt sich bewegen angesichts enger Haushalte und mit dieser SPD? In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind die strategischen Dilemmata andere: Um dort die AfD in der Regierung zu verhindern, scheint eine taktische Zusammenarbeit auch mit der Union unumgänglich. Doch führt das nicht zu einer Stärkung der Rechtsradikalen und zur Zerstörung der Linken? Oder hilft nur noch eine zivilgesellschaftliche Verteidigungsallianz? Wir wollen hier die strategische Debatte fortführen und unterschiedliche Perspektiven aus Zivilgesellschaft und Partei ins Gespräch bringen. Zurück zu den Beiträgen